Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein einzigartiges, wasserbindendes Zucker-Molekül (Polysaccharid), was natürlicherweise in verschiedenen Geweben des Körpers vorkommt, beispielsweise im Gelenkknorpel, aber auch im Bindegewebe und der Haut.

Hyaluronsäure wird sowohl in der orthopädischen Medizin, aber auch in der ästhetischen Medizin mit Erfolg eingesetzt.

Ungefähr ein Drittel der Bevölkerung über 35 Jahre leidet unter Verschleißerscheinungen in mindestens einem Gelenk. Im Alter von 60 Jahren ist fast jeder betroffen. Wenn die Knorpelmasse, die im Gelenk als Gleitschicht und Puffer funktioniert, abnimmt, spricht man von Arthrose, die oft Gelenkschmerzen verursacht.

Die Knochen reiben durch die fehlende Knorpelmasse schmerzhaft aneinander und durch eine oft begleitende Entzündungsreaktion wird dieser Effekt noch verstärkt. Arthrose tritt besonders in Knie und Hüfte auf, da diese Gelenke einer vergleichsweise hohen Belastung ausgesetzt sind. Oft reichen eine ausgewogene Ernährung, angemessene körperliche Belastung und physikalischer Maßnahmen nicht aus, um die Entwicklung einer Arthrose zu verhindern.

Bei der Arthrose-Behandlung unterscheidet man danach, ob die Bekämpfung akut entzündlicher Schübe oder die Dauertherapie in entzündungsfreien Intervallen im Fokus steht.

Ziel der Dauertherapie ist es, den Knorpelabbau durch medikamentöse Behandlung auszubremsen. Besonders gut eignen sich dafür medikamentöse Hyaluronsäure-Derivate.

So kann sie den weiteren Knorpelabbau verzögern und die Schmerzen reduzieren. Hyaluronsäure bzw. Hyaluronsäure-Derivate werden dafür als Fertigspritze einmal wöchentlich in den Gelenkspalt des betroffenen Gelenks injiziert.

Hyaluronsäure wirkt als Gleitmittel bei allen Gelenkbewegungen und erhöht die Viskosität (Schmierfähigkeit) der krankhaft veränderten Gelenkflüssigkeit im Arthrosegelenk, verbessert die Stoßdämpferfunktion, filtert Entzündungsmediatoren sowie -zellen aus und kommt durch Beschichtung der Schmerzrezeptoren einer schmerzlindernden Funktion nach.


Die Hyaluronsäure-Therapie kommt als Therapie-Maßnahme bei allen Gelenken in Frage. Zu diesen Gelenken gehören:

  • Kniegelenke
  • Hüftgelenke
  • Schultergelenke
  • Sprunggelenke
  • Großzehengrundgelenke
  • Ellenbogengelenke
  • Handgelenke
  • Daumensattelgelenke